Anhaltische Philharmonie Dessau (Foto: Claudia Heysel)Als eines der ältesten und traditionsreichsten Klangkörper des Landes Sachsen-Anhalt feiert das Dessauer Orchester in dieser Spielzeit sein 250-jähriges Jubiläum. Es war der Geiger und Komponist Friedrich Wilhelm Rust, der 1766 mit dem Aufbau einer Hofkapelle in Dessau begann. Nachdem 1794 eine Theatertruppe fest in Dessau engagiert wurde, bildeten die Musiker fortan eine unverzichtbare Säule für Musiktheater-Aufführungen aller Genres. Verdienstvolle Kapellmeister im 19. Jahrhundert waren Friedrich Schneider, Eduard Thiele und August Klughardt. Die beiden Letzteren legten den Grundstein für die Dessauer Wagner-Tradition. Im Orchester der ersten Bayreuther Festspiele wirkten 1876 auch 13 Musiker aus Dessau mit.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägten Chefdirigenten-Persönlichkeiten wie Franz Mikorey, Hans Knappertsbusch, Franz von Hoesslin, Artur Rother und Helmut Seidelmann das Orchester. Unter dem Dirigenten Dr. Heinz Röttger (GMD von 1954 bis 1977) gestalteten sich besonders die Wagner-Festwochen zu herausragenden künstlerischen Ereignissen. An die Traditionslinie Wagner-Verdi-Strauss-slawische Komponisten knüpften seine Nachfolger an und setzten eigene Akzente. Gastverpflichtungen des Orchesters außerhalb Dessaus sowie Rundfunk-Mitschnitte und CD-Produktionen zeugen von der überregionalen Reputation des Orchesters. Neuer Chefdirigent ist seit 1. August 2016 Markus L. Frank. Im Dezember 2016 wurde dem Orchester der Landesmusikpreis Sachsen-Anhalt verliehen.

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